Der Deutsche Schäferhund im SV -
Erfolgsmodell made in GermanyHistorie
Rittmeister Max von Stephanitz gilt als Begründer der Rasse und gründete 1899 in Karlsruhe den Verein für Deutsche Schäferhunde (SV) und wurde dessen erster Präsident. Sein Rüde Horand von Grafrath war erster Eintrag im neu geschaffenen Zuchtbuch. Das Zuchtbuch des SV umfasst seit Horand von Grafrath mit Zuchtbuchnummer eins mehr als zwei Millionen eingetragene Schäferhunde. Seine Lernfähigkeit, Kraft und Ausdauer machten den Deutschen Schäferhund sehr schnell zum Allrounder und vielseitig einzusetzenden Gebrauchshund.
Der SV beschreibt die Aufgabe des Vereins und seiner Mitglieder in Zucht und Ausbildung Deutscher Schäferhunde. Das Ziel ist hierbei ein Gebrauchshund, der von seinem Wesen her ausgeglichen, nervenfest, selbstsicher, unbefangen, gutartig, aufmerksam und führig ist.
Rassestandard
Der VDH führt den Rassestandard des Deutschen Schäferhund unter der FCI-Standard-Nummer 166, in der FCI-Gruppe 1 als Hütehunde und Treibhunde in der Sektion 1 Schäferhund mit Arbeitsprüfung aus dem Ursprungsland Deutschland. Verwendung findet er hier als vielseitiger Gebrauchs-, Hüte- und Dienstgebrauchshund. Als Standard wird bei Rüden die Widerristhöhe von 60-65 cm und bei Hündinnen 55-60 cm angegeben. Das Gewicht sollte bei Rüden ca. 30-40 kg und Hündinnen ca. 22-32 kg betragen.
Der SV ist Mitglied des Verbands für das Deutsche Hundewesen (VDH), der Fédération Cynologique Internationale (FCI) sowie der Weltunion der Vereine für Deutsche Schäferhunde (WUSV).
Zurzeit leben in Deutschland etwa 250.000 Deutsche Schäferhunde, jährlich werden etwa 10.000 Einträge im Zuchtbuch des SV vorgenommen.
Mittelgroß, kräftig und stark bemuskelt soll er sein, eher länger als hoch, wobei der Widerrist den höchsten Punkt des Rückens bildet.
Der Körperbau sollte trocken sein, ohne Fett oder loses Bindegewebe, mit sich klar abzeichnenden Muskeln. Der Brustkorb ist tief und gut gewölbt. Die Winkelung der Gliedmaßen bietet den größtmöglichen Schritt. Die Hinterhand greift dabei bis über die Körpermitte vor und gibt so größtmöglichen Schub von hinten. Der Deutsche Schäferhund ist ein ausdauernder Traber.
Die Kopfform ist keilförmig, die Kopfgröße steht in gutem Verhältnis zum restlichen Körper. Die Stirn ist nur wenig gewölbt, der Nasenrücken gerade, die Nase ist schwarz. Die Lippen sind straff, trocken, dunkel gefärbt und schließen gut. Der Deutsche Schäferhund hat ein Scherengebiss mit 42 Zähne. Der Deutsche Schäferhund hat aufrechte und nach vorne gerichtete Stehohren im guten Verhältnis zum Kopf. Die Augen sind dunkel und etwas schräg liegend. Die Rute wird sichelförmig herabhängend getragen. Die Pfoten sind rundlich und kurz, auch die Krallen sind kurz und kräftig. Sowohl Krallen als auch Ballen sind von dunkler Farbe. Schwarz mit rotbraunen, braunen, gelben bis hellgrauen Abzeichen. Schwarz einfarbig, grau mit dunklerer Wolkung, schwarzem Sattel und Maske in den Stockhaar und Langstockhaar.
Die Hürden bis zur Zuchtzulassung.
Hundezüchter haben eine große Verantwortung und dies setzt neben Idealismus auch die Liebe zum Tier voraus. Es gilt einige Hürden zu nehmen und die Gesundheit der Zuchttiere nachzuweisen. Das Rasse-Echtheitszertifikat muss für Mutter und Vatertier vorliegen. Nur ein vom FCI und VDH anerkannter Verein stellt dieses aus. Ohne diesen Nachweis gilt kein Hund als rassereiner Deutscher Schäferhund. Beide Elterntiere müssen bis zum 12. Lebensmonat einem Richter zum Wesenstest vorgestellt werden und sich als unbefangen, nervenfest, selbstsicher und gutartig erweisen. Die Hunde werden auf HD und ED geröntgt und bei Nichterfüllung des Standards nicht zur Zucht zugelassen. Die Tiere müssen erfolgreich an einer Zuchtschau teilgenommen haben und mindestens ein „G“ erhalten, eine Begleithund-Prüfung sowie mindestens eine IGP-Prüfung erfolgreich absolviert haben. Anlässlich der Körung muss der Hund einem speziell ausgebildeten Körmeister vorgestellt werden. Der Körbericht wird anschließend in die Papiere des Tieres übertragen. Alle vorgeführten Tiere werden auf der SV-Hundedatenbank SV-DOxS veröffentlicht. Die Hündin muss mindestens 20 Monate alt sein, bevor sie das erste Mal gedeckt wird, ferner wird die Häufigkeit von Deckakten pro Rüde vorgeschrieben. Seit 1999 wurde die molekularbiologische Abstammungssicherung für Zuchttiere zur Pflicht gemacht. Die Einzelresultate werden seitdem in einer genetischen Datenbank erfasst, und sind für nachfolgende Abstammungsuntersuchungen jederzeit abrufbar. Jedes dieser Verfahren beginnt mit der Blutentnahme, die eingegangenen Proben werden vom Labor registriert, analysiert und langfristig eingelagert.
All diese Maßnahmen sollen helfen, gesunde wesensstarke Nachkommen zu erhalten.
In der Züchtertafel des SV wird der eingetragene und geschützte Zwingernamen veröffentlicht.
Gewerbsmäßige Hundehändler bleiben im SV ausgeschlossen. Empfehlenswert ist es, sich mit erfahrenen Züchtern und mit den Zuchtwarten des Vereins für Deutsche Schäferhunde (SV) e.V. zu beraten.