Bereits zum 9. Mal veranstaltete der Schäferhundeverein OG Heusenstamm seinen traditionellen Züchterabend.
Der Vorsitzende Roland Gärtner begrüßte über 70 Interessierte zu diesem kynologischen Fachseminar. Als Referent konnte der amtierende Bundeszuchtwart des Vereins für Deutsche Schäferhunde, Herr Reinhard Meyer, gewonnen werden.
Neben Züchtern und Hundefreunden aus den benachbarten Ortsgruppen waren auch Zuchtrichter und Körmeister aus anderen Landesgruppen der Einladung gefolgt.
In seinem Vortrag betonte Herr Meyer, dass wir mit dem Deutschen Schäferhund den vielseitigsten Hund züchten. Laut Vorgaben des Vereinsgründers Rittmeister von Stephanitz gilt: „Lenkung der Zucht, damit wir einen anatomisch sehr guten Gebrauchshund mit hoher Leistungsfähigkeit erhalten.“ Dafür stehen die Aussagen:
Schäferhundezucht ist Gebrauchshundezucht
Züchtung eines Gebrauchshundes nach dem Rassestandard
Lenkung, Überwachung und Förderung der Zucht und Ausbildung des Deutschen Schäferhundes als Gebrauchshund
Um all diesem Rechnung zu tragen, soll die Zielsetzung der Zucht sein, eine Auslese zur Verbesserung der Rasse zu treffen. Es soll nur mit den Besten gezüchtet werde. Das bezieht sich sowohl auf die Anatomie und die Leistungsbereitschaft als auch auf die mentale Stärke der Tiere. Dies geht über die Instrumente der Prüfungen, Zuchtschauen, Körungen und Durchführung eines Mentaltestes. Hier wurden die Zuhörer über Neuerungen und Änderungen informiert.
Der Einsatz des Deutschen Schäferhundes ist vielseitig, sei es bei der Polizei, bei Zoll oder als Rettungs- und Katastrophenhund, als Blindenführhund oder einfach als Familienhund.
Zum Ende der Veranstaltung ehrte der Bundeszuchtwart das OG-Mitglied Günter Lohnes. Er bekam eine Urkunde für 20jährige Arbeit im Verein als Ortsgruppen-Zuchtwart und Helfer für die Prüfungen. Herr Meyer betonte, dass es nicht selbstverständlich ist, so viele Jahre dem Verein zur Verfügung zu stehen, dass es auch viele Hochs und Tiefs gibt.
Der 1. Vorsitzende dankt im Anschluss allen Anwesenden für Ihr Kommen.
Übungsstunden sind dienstags und freitags ab 18.00 Uhr.
In der Frühjahrsprüfung wurden dem Leistungsrichter Dieter Wacker 4 Hunde in den Bereichen BH, SchH1 und 3 vorgestellt sowie 4 weitere Hunde in der Ausdauerprüfung.
Kurt Tegel hat als Fährtenleger und Kai Röder als Schutzdiensthelfer unterstützt.
Lothar Quoll; Zuchtrichter und Körmeister, referierte zur Entstehung der Zucht der Deutschen Schäferhunde, der Entstehung und Entwicklung der wichtigsten Vaterlinien, den Vererbungsfeststellungen der Zuchtsieger von 1978 – 2007 anhand der Nachkommengruppen. Zum Vererbungswert geht Lothar Quoll auf die Entwicklung der wichtigsten Linien aber auch auf die Vererbung von Größe und Gebrauchshundetüchtigkeit ein.
Es war ein spannender Abend und unter den Teilnehmer fand wieder ein reger Austausch statt.
Dr. med. vet. Bernd Tellhelm, ED-Gutachter und Obergutachter für HD des Vereins für Deutsche Schäferhunde referiert über HD, ED und Rückenproblematiken beim Deutschen Schäferhund sowie zu Forschungsergebnissen zu molekulargenetischen Feststellungen im Zusammenhang mit der Bekämpfung von HD.
Die OG bedankt sich bei Dr. Tellhelm für einen höchst interessanten Vortrag sowie bei allen Besuchern für die intensiven Gespräche und Diskussionen.
Der diesjährige Züchterabend steht im Zeichen der Leistung. Fritz Biehler, Europameister, 26facher Bundessiegerprüfungsteilnehmer und amtierender Bundessieger und Weltmeister referiert zu Auswahl des Welpen, Aufzucht und Ausbildung und die Wege bis zu den Schritten ins Rampenlicht.
Bereits zum 5. Mal veranstaltete die OG Heusenstamm im Verein für Deutsche Schäferhunde einen Züchterabend. Es ist schon Tradition, dass sich die Hundehalter vor der Saison im Vereinsheim treffen, um über zuchtrelevante Fragen zu diskutieren. Über 80 zuchtinteressierte Schäferhundeliebhaber aus der näheren und weiteren Umgebung, darunter Zucht- und Leistungsrichter, waren der Einladung der Heusenstammer gefolgt und lauschten den Ausführungen des Referenten.
Die Ortsgruppe Heusenstamm konnte Herrn Reinhard Meyer aus Borken gewinnen. Reinhardt Meyer, Landesgruppen-Zuchtwart, Zuchtrichter und Körmeister referierte zu dem Thema „Inzucht: Segen oder Fluch?“. Herr Meyer ging auf die Begrifflichkeiten der Genetik, Reinzucht, Inzucht, Inzestzucht und Linienzucht ein. Welche Erbanlagen können dominant oder rezessiv vererbt werden. Herr Meyer ist ausführlich auf die negativen Folgen einer verstärkten Inzucht eingegangen und beschreibt hier insbesondere Fruchtbarkeit, Vitalität, Krankheitsresistenzen, geistige Fähigkeiten und Lebenserwartung. Kennen wir die genetische Qualität des Zuchtmaterials und sind uns die negativen rezessiven Gene bekannt?
Anschließend zeigte er einen Rückblick auf die Siegerhauptzuchtschau 2005 in Ulm, wobei er die von ihm gerichtete Jugendklasse Rüden besonders hervorhob.
Nach intensiver Diskussion endete der harmonische Abend sehr spät. Alle waren sich einig. Es war ein sehr interessanter Abend, an dem man sehr viel gelernt hat.