Der Deutsche Schäferhund, den wir als Hüte-, Dienst-, Schulbegleit-, Blinden-, Wach- oder Familienhund kennen, ist bekanntlich ein wahres Multitalent. Der kluge, treue und loyale Begleithund, der aber auch wachsam, mutig und selbstbewusst sein kann, wird seit 125 Jahren unter dem Dach des FCI und des VDH im Verein für Deutsche Schäferhunde (SV) e. V. gezüchtet. Noch heute zählt er zu den beliebtesten Hunderassen der Welt.
Der Verein für Deutsche Schäferhunde hat sich zum Ziel gesetzt, einen gut sozialisierten und gesunden Hund zu züchten. Bereits seit 1968 müssen Schäferhunde die zur Zucht zugelassen werden, auf Hüftdysplasie geröntgt werden. Zwischenzeitlich werden diese im Alter von ca. zwölf Monaten auch auf Ellenbogendysplasie geröntgt und bei einem positiven Befund von der Zucht ausgeschlossen. Eine wissenschaftliche Gelenkstudie hat den Erfolg bestätigt und es werden nachweislich viel weniger Fälle mit schweren HD Fällen dokumentiert.
Aber auch gut sozialisiert soll der Deutsche Schäferhund sein. Daher ist ein weiterer Baustein der Zuchtzulassung eine Wesensbeurteilung, die im Alter zwischen ca. 9 und 13 Monaten durchgeführt wird. Diese wird von einer Zucht- oder LeistungsrichterIn des Vereins durchgeführt, welche/r eine Zusatzausbildung absolviert hat.
Erstmals richtete die Ortsgruppe Heusenstamm an diesem Wochenende eine Wesensbeurteilung aus. Hierfür wurde ein kleiner Parcours aufgebaut. Die Junghunde wurden am Samstagnachmittag und Sonntagvormittag der Zuchtrichterin Mandy Menzel aus Erlensee vorgestellt und bewiesen spielerisch ihre Unbefangenheit und gutes Sozialverhalten, ihr Verhalten unter Belastung und ihre Geräuschunempfindlichkeit. Auch warf die Richterin einen Blick auf Motorik und Bewegungssicherheit und nicht zuletzt auf die Bindung zum Hundeführer.
Alle Hunde meisterten die Hürden mit Bravour. Mandy Menzel ging ausführlich auf jeden einzelnen Hund ein und fasste dies anschließend vor den Teilnehmern zusammen und gab auch hier und da einen Tipp für die weitere Ausbildung.
Teilnehmer und Gäste verfolgten gespannt das Geschehen auf dem Übungsplatz. Besonders wenn der eine oder andere Junghund seinen Finderwillen unter Beweis stellte, sorgte dies für Heiterkeit unter den Zuschauern. Einer langen Tradition folgend kamen auch Mitglieder befreundeter Vereine zur mentalen Unterstützung. Sowohl die Übungsstunden im Vorfeld als auch die Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung haben allen viel Spaß gemacht. Wir bedanken uns besonders bei der Richterin Mandy Menzel und bei Erik Finn Tauber, der als Spielbeauftragter an beiden Tagen ganze Arbeit geleistet hat!
Die OG Heusenstamm freut sich jederzeit über interessierte Besucher während der Übungsstunden dienstags und freitags ab 18.00 Uhr. Vorab kann man sich auf der Homepage www.sv-og-heusenstamm.de oder unter 0176-61905038 informieren.
